ENTERPreis Unternehmenswettbewerb 2007
27-10-08 13:13
Alter: 2 yrs

Verantwortung erkennen – Engagement zeigen
Preisträger
Brücken bauen
Zur Wettbewerbskategorie „Brücken bauen“ haben alle Engagements gezählt, die den Dialog und das Zusammenwirken verschiedener Generationen, gesellschaftlicher Gruppen oder Berufs- und Lebenssphären fördern. Sie beschäftigen sich zum Beispiel mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Kinder- und Familienfreundlichkeit im Gemeinwesen, dem Zusammenwirken verschiedener Generationen oder Kulturen sowie Bildungsund Berufschancen.
„Beeindruckend war für mich, wie sehr die Unternehmen gesellschaftlich relevante Fragestellungen aufgriffen und im Unternehmenskontext mit Kreativität angegangen sind. Man spürte in den Schilderungen geradezu die Freude daran, den jeweils gewählten Themenbereich mit den Möglichkeiten eigenen Knowhows zu entwickeln und für die gewählte Zielgruppe nutzbar werden zu lassen.
Die Beiträge zeugten von einer ernsthaften Durchdringung der Problemlage. Es ist erwähnens- und lobenswert, dass der schnelle PR-Erfolg der Firmen nicht im Vordergrund stand und steht. Vielmehr wurde deutlich, dass zusammen mit den Projektpartnerinnen und -partnern etwas Neues auf die Beine gestellt werden sollte, was so bislang nicht möglich war und eine neue Qualität für alle Beteiligten darstellt.“
Dr. Thomas Möltgen, Leiter des Bereichs Grundsatzfragen und Gemeindecaritas im Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln, Jurymitglied und Laudator
„Wir betrachten das Thema Verantwortung nicht als Philanthropie oder ‚schönes Nebenprodukt‘ zu unserem täglichen Geschäft. Vielmehr verstehen wir Verantwortung als elementaren Bestandteil unseres wirtschaftlichen Handelns, das aus unserer Überzeugung heraus nur dann langfristig tragfähig und gesellschaftlich akzeptiert sein wird, wenn wir in unserem Kerngeschäft auch verantwortlich handeln und selbst aktiv und glaubwürdig an der Lösung der gesellschaftlichen Herausforderungen mitarbeiten.
Freiwilliges Mitarbeiterengagement für soziale oder gemeinnützige Zwecke nimmt bei uns einen immer wichtiger werdenden Stellenwert ein. Denn unsere Mitarbeiter sind mit ihrem Engagement letztlich das ‚Herz‘ und ‚Gesicht‘ unseres Unternehmens in der Gesellschaft. Wir sind der Meinung, dass freiwilliges Engagement sowohl der Gesellschaft hilft und damit unsere Glaubwürdigkeit erhöht als auch einen wertvollen Beitrag für die persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiter leistet.“
Dr. Eric Depluet, Chief Responsibility Officer, E.ON AG, in seiner Rede zur Preisverleihung
MIT Moderne Industrietechnik GmbH, Vlotho/Exter
„SMS – Strategische Mitarbeitergewinnung an Schulen und anderen sozialen Einrichtungen“
„Fachkräftemangel kostet Deutschland über 20 Milliarden Euro“ (Der Tagesspiegel, 20.08.2007), „Fachkräftemangel bremst Aufschwung“ (Focus online, 01.03.2007), „Fachkräftemangel: Hinweise auf Mangel an technischen Qualifikationen verdichten sich“ (Pressemitteilung Bundesministerium Wirtschaft und Technologie, 22.10.2007) – Diese Schlagzeilen weisen auf eine Gefahr für die deutsche Industrie hin, die mit der demografischen Entwicklung zunimmt.
Auch die MIT Moderne Industrietechnik GmbH, die Industriearmaturen konstruiert, fertigt und vertreibt, spürt dies. Seit ihrem Markteintritt im Jahr 1989 erlebt sie ein kontinuierliches Wachstum, das nur durch den Mangel an Fachkräften beeinträchtigt wird. Insbesondere im technischen Bereich sind die Folgen gravierend. So ist z.B. eine Fertigung in zwei Schichten aus Personalmangel aktuell nicht möglich.
Wie kann dieses Problem gelöst werden? MIT sieht hier nicht nur die Politik gefordert, optimale (Aus-)Bildungschancen zu schaffen, sondern auch die Unternehmen in der Verantwortung – und geht mit gutem Beispiel voran.
Mit dem ausgezeichneten Projekt „SMS – Strategische Mitarbeitergewinnung an Schulen und anderen sozialen Einrichtungen“ unterstützt MIT die technische (Aus-)Bildung praxisnah vom Kinder garten bis zur Universität. Gewinner gibt es auf beiden Seiten: Der Nachwuchs lernt zukunftsträchtige Berufe kennen und wird fachlich qualifiziert, diese auch ergreifen zu können. MIT konnte durch SMS und weitere Bildungsprojekte schon fünf neue Mitarbeiter gewinnen.
Das Unternehmensengagement ist an die Alterstufen der Kinder und Jugendlichen angepasst. Kinder erhalten in spannenden Betriebsbesichtigungen einen Einblick in den Alltag eines metallverarbeitenden Betriebes. Während der Schulzeit realisiert MIT aktiven Wissenstransfer in Schulen und stellt zudem ständig Praktikumsplätze zur Verfügung – für Schülerinnen und Schüler und für Lehrkräfte.
Beim Übergang von der Schule in den Beruf bereitet MIT mit den Projekten BINGO (Berufsoffensive für Ingenieure), dem Berufsnavigator und dem Berufsparcours auf die Berufswahl vor. Zudem bietet MIT Ausbildungsplätze an, stellt längerfristige Praktika für Studierende zur Verfügung und betreut Diplomarbeiten sowie das Duale Studium.
Darüber hinaus engagiert sich MIT in verschiedenen Förderprojekten in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) aktiv für die Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Bildungskonzepte.
Das MIT-Konzept bindet mehrere Partner ein, die aufeinander angewiesen sind und ihre jeweilige Kompetenz einsetzen: MIT durch den Input aus der Praxis, die institutionellen Partner durch pädagogisches und organisatorisches Mitwirken.
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