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Im folgenden erklären wir Ihnen den Unterschied zwischen

 - servogesteuerten,

 - zwangsgesteuerten und

 - direktgesteuerten Magnetventilen.

Für weitere und detailliertere Ausführungen können Sie uns natürlich jederzeit gerne ansprechen!


2/2-Wege servogesteuerte Magnetventile (vorgesteuert)



Magnetventile dieser Bauart ermöglichen die Steuerung von großen Durchflussmengen bei höherem Druck.

Die Leistungsaufnahme der Magnetspule muss dabei nicht zwingend vergrößert werden.

 

Bei einem servogesteuerten Magnetventil öffnet ein kleines, direktwirkendes Steuerventil (1) eine Abbaubohrung (2), die größer ist als die Aufbaubohrung (3) in der Ventileingangsseite. Das Hauptventil (4) wird vom Medium selbst betätigt.

 

Um eine einwandfreie Funktion sicherstellen zu können, muss bei servogesteuerten Magnetventilen immer ein Mindestdruck vorhanden sein, der auch als Differenzdruck zur Verfügung stehen muss!

 

(Bild 1.1 und 1.2)

 


2/2-Wege direktgesteuerte Magnetventile



Bei Magnetventilen dieser Bauart wird die Magnetkraft direkt zum Öffnen oder Schließen des Ventilsitzes verwendet.

 

Standardmäßig  wird im stromlosen Zustand der Ventilsitz meist durch Federkraft geschlossen. Wird der Magnet mit Spannung beaufschlagt, hebt sich gegen die Federkraft der Anker vom Sitz.

 

Da die magnetische Kraft größer sein muss als die Summe von Federkraft, dynamischem und statischem Druck, werden direktgesteuerte Magnetventile in der Hauptsache bei kleinen Nennweiten und geringen Drücken eingesetzt.

 

(Bild 2.1)


2/2-Wege zwangsgesteuerte Magnetventile



Magnetventile dieser Bauart unterscheiden sich in der Hauptsache von den servogesteuerten Magnetventilen durch eine Verbindung der Membrane (1) oder des Kolbens mit dem Magnetanker (2).

 

Diese Art der Konstruktion kombiniert die Funktionen direktgesteuert und servogesteuert.

 

Bei geringen Drücken (Differenzdrücken) arbeitet das Magnetventil überwiegend als direktgesteuertes Ventil.

 

Bei hohen Drücken (Differenzdrücken) arbeitet das Magnetventil überwiegend als servogesteuertes Ventil.

 

(Bild 3.1 und 3.2)





Bild 1.1


Bild 1.2




Bild 2.1




Bild 3.1


Bild 3.2

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