Allgemeines zu Absperrklappen

Eine
Absperrklappe steuert den Durchfluss eines Mediums in einer Rohrleitung. Dabei wird eine drehbare Scheibe im
Strömungsquerschnitt bewegt und steht bei voll geöffneter Klappe parallel zur Strömungsrichtung. Die Betätigung
erfolgt mittels
Handhebel, Getriebe oder einer
pneumatischen bzw. elektrischen Automatisierung. Absperrklappen eignen sich auch
gut zum
Drosseln des Fluidstromes. Zu beachten ist auch im voll geöffneten Zustand ein
Strömungswiderstand, da bedingt durch die
Klappenscheibe nie der volle Durchgang erreicht werden kann.
Die
Baulänge (L) einer Absperrklappe innerhalb der Rohrleitung ist sehr gering. Hier unterscheidet man die
Flanschklappe mit geringster
Länge von
Doppelflanschklappen mit
Normbaulänge nach EN 558 Reihe 13. Zu beachten bei der Planung in einem Rohrleitungssystem
bei einfachen Flanschklappen i.d.R. der Überstand der geöffneten Klappenscheibe (K1) über das Gehäuse hinaus!
Klappen können als
Anflanscharmaturen (Lug type) und als
Zwischenflanscharmaturen (Wafer type) bezogen werden.
Klappen sind durch Ihre Bauart insbesondere für
große Rohrdurchmesser gut geeignet. Außerdem eignen sie sich auch hervorragend
für
abrassive Medien wie Schüttgüter. Sie können sowohl für
Vakuumanwendungen zum Einsatz kommen als auch in metallisch
dichtender Ausführung für
extreme Temperaturen und
hohe Schaltfrequenzen.
Es gibt vier
unterschiedliche Bauarten:
- zentrische Bauart (Drehpunkt in der Mitte des Sitzes und in der Mitte der Rohrleitung)
- einfach exzentrische Bauart (Drehpunkt aus der Ebene des Sitzes entlang der Rohrleitungsachse verschoben)
- doppelt exzentrische Bauart (Drehpunkt zusätzlich nicht in der Rohrleitungsmitte)
- dreifach exzentrische Bauart (zusätzlich ist die Rotationsachse des Sitzes nicht parallel und nicht symmetrisch zur Rohrleitung)
Je nach Bauart sind dann
2 Dichtungsvarianten möglich:
- weichdichtende Elastomere oder Polymere (NBR und HNBR, EPDM, FKM, Hypalon, Neoprene, Silikon, PTFE)
- metallische Dichtungen
Unterschiede lassen sich außerdem an folgenden
Merkmalen erkennen:
- durchgehende Welle / zweigeteilte Welle
- aufvulkanisierte Manschette auf einen eigenstabilen Trägerring (verhindert die Materialanhäufung durch Schaltvorgänge und
somit ein höheres Drehmoment und das Risiko von Rissbildung)
- mehrfach gelagerte Welle (verhindert „Durchbiegen“ bei hohem Druck)
- hochglanzpolierte Scheibe (strömungsgünstig, dadurch verbesserte Durchflusswerte)
Losbrechmoment und Auslegung von Antrieben Bei Absperrklappen, die für den Antriebsaufbau geeignet sind, wird im Katalog und auf den Datenblättern das
Losbrechmoment angegeben,
dass zum Drehen der Spindel durch einen pneumatischen oder elektrischen Antrieb aufgebracht werden muss. Im Gegensatz zum
Drehmoment oder
Arbeitsmoment beinhaltet es die Kraft, die zur Überwindung der Haftreibung und insbesondere das „Eindrücken“
des gesamten Klappenumfangs in die Manschette notwendig ist, um den Übergang in die Gleitreibung einzuleiten. Um weitere Umstände
wie Temperatur, Medium und Druckschwankungen zu berücksichtigen, empfehlen wir zur Auslegung der Antriebskraft einen zusätzlichen
Sicherheitsfaktor von mindestens 1,3 zu berücksichtigen.
Flanschdruckstufe Unabhängig von der Druckstufe des Armaturengehäuses kann die Angabe des Flanschdruckstufe wichtig sein, um eine Übereinstimmung
der (Gewinde-)Bohrungen zum Rohrleitungssystem zu gewährleisten. Ab DN200 unterscheiden sie sich gemäß DIN EN 1092-1.
DownloadsBestellschlüssel für die Produktgruppe Absperrklappen herunterladen