Funktion druckgesteuerter Ventile
Druckgesteuerte Ventile öffnen und schließen mit Druckluft. Die Druckluft wird durch ein extern eingesetztes Pilotventil in die Kammer des Druckzylinders geleitet.| Funktionsweise In Ruhestellung ist das Ventil geschlossen (Funktion NC). Die Feder des Zylinders drückt gemeinsam mit dem Medium den Ventilteller auf den Sitz (mit dem Medium schließend). Die Druckkammer des Zylinders ist drucklos. Wird nun Druckluft über ein externes 3/2-Wege Pilotventil in die Druckkammer geleitet, hebt der Kolben des Zylinders direkt den Ventilteller gegen Federkraft und Mediumdruck an und öffnet so das Ventil (direktgesteuert). Durch Umschalten des Pilotventils entlüftet die Druckkammer und das Ventil fährt durch Federkraft und Mediumdruck in die Ausgangsstellung zurück. |
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| Varianten:
in Ruhestellung geöffnet (NO): Hier sind im Druckzylinder die Druckkammer und die Federkammer „vertauscht“. Der Druckluftanschluss liegt „oben“ und ersetzt die Stellungsanzeige. Wird die Stellungsanzeige benötigt, wird der Druckluftanschluss zusätzlich seitlich angebracht. Gegen das Medium schließend: Eingang (P) und Ausgang (A) werden „vertauscht“. Dadurch können Schließ- und Öffnungsschläge bei Flüssigkeiten vermieden werden. Ein Druckzylinder mit anderer Feder ist notwendig und der Betriebsdruck ist teilweise geringer, da nun die Feder den maximalen Betriebsdruck halten muss und keine Unterstützung durch das Medium hat. |
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| Zwangssteuerung (z.B. FD V2600): Der Kolben des Zylinders hebt einen Hilfs-Ventilteller, der eine Vorsteuerbohrung öffnet. Die Vorsteuerbohrung sorgt für eine Druckdifferenz, die den eigentlichen Ventilteller vom Sitz hebt. Dadurch können mit kleineren Antrieben (Druckluft/Feder) in großen Nennweiten höhere Betriebsdrücke erreicht werden. Doppeltwirkender Antrieb: Beide Kammern des Druckzylinders werden als Druckkammern genutzt, so dass beide Richtungen (öffnen/schließen) durch Druckluft erfolgen. |
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| 3-2/Wege-Ventile (z.B. DSA 7800): Der Ventilteller ist so ausgeführt, dass in beiden Schaltstellungen („unten“/“oben“) die Dichtung in einen Sitz gepresst wird und eine der beiden Öffnungen verschließt. |
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Funktionsdiagramme für 2/2-Wege druckgesteuerte Ventile
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in Ruhestellung geschlossen (NC): Typ1xx: mit dem Medium schließend, einfachwirkend. Es können Schließ- und Öffnungsschläge bei Flüssigkeiten auftreten. Typ3xx: gegen das Medium schließend, einfachwirkend. Vermeidung von Schließ- und Öffnungsschlägen bei Flüssigkeiten. |
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in Ruhestellung geöffnet (NO): Typ2xx: mit dem Medium schließend, einfachwirkend Typ4xx: gegen das Medium schließend, einfachwirkend |
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beliebige Durchflussrichtung: Typ5xx/Typ6xx: für beliebige Durchflussrichtung |
Funktionsdiagramme für 3/2-Wege druckgesteuerte Ventile
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in Ruhestellung geschlossen (nc): Typ1xx Typische Funktion eines Pilotventils. P ist mit Druck beaufschlagt. Das Ventil entlüftet in Ruhestellung von A nach R, bei Betätigung fließt das Medium von P nach A. |
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in Ruhestellung geöffnet (nO): Typ2xx In Ruhestellung fließt Medium von P nach A. Bei Betätigung entlüftet das Ventil von A nach R. |
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beliebige Durchflussrichtung: Typ1xx-UN Für beliebige Durchflussrichtung. Mehr Antriebskraft erforderlich (bzw. reduzierter Betriebsdruck). Funktion mischen: P und R sind mit Druck beaufschlagt. In Ruhestellung fließt Medium von R nach A, bei Betätigung von P nach A. Funktion verteilen: A ist mit Druck beaufschlagt. In Ruhestellung fließt Medium von A nach R, bei Betätigung von A nach P. |