Funktionsweise von Sicherheits- und Überströmventilen
Sicherheitsventile funktionieren ohne Unterstützung durch eine andere Energie als dem Medium selbst und schützen druckbeaufschlagte Räume, Druckbehälter oder Rohrleitungen vor einem unzulässigen Druckanstieg, der zu einer Schädigung des angeschlossenen Druckgerätes führen könnte. Sicherheitsventile leiten bei Überschreiten eines Ansprechdrucks Gase, Dämpfe oder Flüssigkeiten in die Atmosphäre ab. Nach dem Ansprechen des Sicherheitsventils und Abbau des zu hohen Druckes durch Abblasen in die Umgebung oder in eine Rohrleitung schließt das Ventil wieder und die Anlage kann weiter betrieben werden.| Funktionsweise Sicherheitsventile Beim direkt belasteten Normalsicherheitsventil wirkt dem Mediumdruck unter dem Ventilteller eine Federkraft entgegen und hält so das Ventil geschlossen. Wird der Ansprechdruck erreicht, beginnt das Ventil zu öffnen. Wird der Ansprechdruck um max. 10% überschritten, öffnet das Ventil fast schlagartig, so dass die gesamte Abblaseleistung abgeführt werden kann. Wird der Ansprechdruck unterschritten, beginnt das Ventil wieder zu schließen, bis der Schließdruck erreicht ist (Ansprechdruck -10% bei Gasen, -20% bei Flüssigkeiten). Bei Bestellung ist daher neben der Anschlussgröße am Eintritt unbedingt der gewünschte Einstelldruck anzugeben. Der Ansprechdruck ist der Überdruck unter Betriebsbedingungen. Vom Einstelldruck spricht man dagegen unter Prüfstandsbedingungen. |
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Überströmventile Beim proportional arbeitenden Überströmventil wirkt dem Mediumdruck ebenfalls eine Feder entgegen, um das Ventil geschlossen zu halten. Wird der Ansprechdruck erreicht, beginnt das Ventil proportional zur Druckerhöhung zu öffnen, bis der notwendige Hub erreicht ist und der Systemdruck sinken kann. Sofort beginnt das Ventil wieder proportional zur Druckminderung zu schließen. Knapp unterhalb des Ansprechdrucks ist das Ventil wieder komplett geschlossen. |
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